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Stadtshistorie

Bereits 1115 wird Louny erstmal schriftlich erwähnt, als das Kloster in Kladruby Louny besitzte. Die romanische Ansiedlung lag an der Stelle der heutigen St-Peterskirche an der Furt über die Eger. Etwa in den 60.Jahren des 13. Jh. bei dem Przemysl Otokar II. wurde die ursprüngliche Ansiedlung bereits als königliche Stadt etwa 1 km östlich auf einen Felsenvorsprung über dem Fluss übertragen. An der Gründung der Stadt auf der wichtigen Kreuzung der Handelswege aus Prag nach Deutschland nahmen wesentlichen Anteil die Kolonisten aus Sachsen. Zu einem wesentlichen Wirtschaftsaufschwung kam es bei den Luxemburgern, vor allem durch den intensiven Anbau von Getreide und Wein. Während der Hussitenkriege bildeten Louny gemeinsam mit Saaz unter der Führung des Hussitenhauptmanns Jakoubek von Vřesovice einen gefürchteten Militärbund. Die Stadt erbeutete durch die Vernichtung zahlreicher Kloster ausgedehnte Grundstücke, die sie jedoch bei Jiří von Poděbrady zurückgeben musste. Nach dem verheerenden Brand 1517 wurde die Stadt umgebaut und dabei wurde die neue St.-Nikolaus-Kirche erbaut. Das 16. Jh. zeichnete sich durch eine berühmte Stadtschule und einen weiteren Aufschwung des Weinbaus. Zu den Zeiten des Widerstandes gegen Habsburger stand die Stadt an der Seite der Aufständischen; kurz vor der Schlacht auf dem Weißberg wurde die Stadt durch das Heer Albrechts von Walenstein besetzt, der die Stadt hoch brandschatzte und hier sein Hauptquartier errichtete. Der dreißigjährige Krieg machte aus Louny eine unbedeutende provinzielle Stadt. Im Jahre 1813 waren in den Stadtmauern die drei Herrscher der gegennapoleonischen Koalition untergebracht. Um die Mitte des 19. Jh. fand hier das Kreisamt seinen Sitz. Während des ganzen 19. Jh. und bis 70. Jahre des 20. Jh. wurde in der Stadt viel abgetragen, so dass zahlreiche Renaissance-Häuser, das Rathaus und die Stadttore nicht erhalten blieben. Ein neuer Wirtschaftsaufschwung kam in der 2. Hälfte des 19. Jh., als u.a. die Eisenbahnwerkstätten, die Zuckerfabrik, die Brauerei, der Schlachthof, die Mühle und mehrere Finanzinstitutionen erbaut wurden. Im Jahre 1896 wurde die Realschule - das heutige Gymnasium - gebaut. Zwischen 1872-1904 wurde Louny zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt auf den Eisenbahnlinien nach Prag, Rakovník, Libochovice, Most und Žatec. An der Wende des 19. Jh. wurden mehrere Wohngebiete und Einfamilienhäuser gebaut. Durch das Entstehen von zahlreichen Betrieben wie z.B. Elektroporzellan, Praga, Milch- und Fleischkombinat wurde die Stadt nach 1945 weiter industrialisiert. In den 70. Jahren des 20. Jh. wurde die Žatec-Vorstadt abgetragen und hier ein neues Plattenbaugebiet gebaut. Wiewohl Louny seit jehem auf der Sprachgrenze lag (das lediglich 8 km westlich liegendes Postoloprty - Postelberg - galt bereits im 18. Jh. als deutschsprachig), behielt es während der ganzen Geschichte seinen ausgeprägten tschechischen Charakter. Seit Mitte des 19. Jh. sitzt in Louny das Kreisamt. Im Jahre 1960 wurden zu dem Kreis Louny die Kreise Žatec und Podbořany angeschlossen.

In und in der Umgebung von Louny sind mehrere Persönlichkeiten geboren: der Dichter Jaroslav Vrchlický (1853-1912 Domažlice); Kamil Hilbert (1869-1933 Praha), Architekt der Bauvollendung des St-Veits-Domes in Prag; Václav Hlavatý (1894-1969 Bloomington, USA), ein Mathematiker vom Weltruf; der Schriftsteller Karel Konrad (1899-1971 Prag). In dem benachbarten Cítoliby wurden der Architekt Josef Mocker (1835-1899 Prag), in Slavětín dann der Dichter Kostantin Biebel (1898-1951 Prag) geboren.

Das bedeutendste Baudenkmal der Stadt ist der St.-Nikolaus-Dom. Aus dem ursprünglich aus 14. Jh. stammenden gotischen Bau blieb lediglich der Turm erhalten, der dreischiffige Kirchensaal wurde in den Jahren 1519-1538 zugebaut. Der Architekt Benedikt Rejt liegt in dem Dom begraben, die Grabstelle ist jedoch heute unbekannt. In Louny gibt es weitere Kirchenbauten: die St.-Peters-Kirche aus dem 14. Jh., das Kirchlein Mutter Gottes aus d.J. 1493 (der Turm stammt aus 1612) und die Kirche der Vierzehn heiligen Helfer aus dem Jahre 1416. Die Kirchen der Böhmischen Brüderkirche und der Tschechoslowakischen Hussitenkirche stellen bedeutende Baudenkmäler des Konstruktivismus der 30-er Jahre des 20. Jh. dar. Aus Mittelalter stamm das Haus Nr. 47 auf dem Mírové-Platz, ein Gebäude mit zwei Remaissance-Giebeln und einem Blocksaal im ersten Stock, heute der Sitz des Kreisarchives. Das Haus Nr. 43 in Pivovarská-Straße beherbergt in sich einen spätgotischen Saal mit dem Rippengewölbe, der als Ausstellungsraum des Kreismuseums dient. Das Neorenaissance-Rathaus auf dem Mírové-Platz stammt aus dem Jahre 1887. Die Wohnkolonie für die Angestellten der Eisenbahnreparaturwerkstätten, das Bauprojekt des Projektanten Jan Kotěra, hat ihren Platz in der Geschichte der modernen Architektur. Der Stadtkern ist von Schanzen mit Bastionen und dem Saaz-Tor umschlossen. Die heutige Gestalt der Befestigung der Stadt entspicht dem Baustand aus der Mitte des 15. Jahrhunderts.

Bohumil Roedl.

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